Bericht
Piz Buin - gemeinschaftliche Bergtour in die Eiswelt der Silvretta vom 28.07. - 30.07.2013



Bei strahlendem Bergwetter erreichten wir die Bieler Höhe (2.032 m) und konnten auf dem Weg zur Wiesbadener Hütte (2.443 m) unser Ziel lange bewundern. Nach einer kurzen Rast auf der Terrasse machten wir uns auf den Weg zum Vermuntkopf (2.851 m) um die Abendstimmung der drei Gletscher zu genießen.
Wie im Wetterbericht angekündigt zeigten sich am nächsten Tag bereits am frühen Morgen die Vorboten einer mächtigen Kaltfront. Nichts desto trotz machten wir uns auf dem Weg zum Vermutpass, um einen Blick in die Schweiz (Richtung Guarda und Tuoihütte) zu werfen. Anschließend querten wir den Vermuntgletscher zur Ochsenscharte. Leider verhinderte ein mächtiger Graupelschauer und ständige Wetterverschlechterung den erhofften Aufstieg auf die Dreiländerspitze. Statt dessen ging es zurück zur Wiesbadener Hütte.
Am nächsten Morgen machten wir uns im Wolkenmantel um 7:00 Uhr daran den Piz Buin zu ersteigen. Über die grüne Kuppe ging es an Gletscherzunge und -bruch des Ochsentaler Gletschers, den wir in 4-er-Seilschaft am rechten Rand bestiegen und durch die Spaltenzone im großen Bogen (vorbei an Silvretta- und Signalhorn) zur Buinlücke überquerten. Bereits am Gletscher zeigte sich, dass es in der Nacht geschneit hatte und der Gipfelaufbau mächtig vereist war. Die 300 Höhenmeter zum Gipfel ließen sich aber gut bewältigen und kurz vor 11:00 Uhr standen wir auf dem höchsten Gipfel von Vorarlberg (3.312 m) wo der Himmel aufklarte. Der Abstieg gestaltete sich einfacher als gedacht und die Steilpassagen des Gletschers ließen sich im weichen Firn gut abfahren. Nach einer Rast am stillen See der grünen Kuppe erreichten wir zufrieden die Wiesbadener Hütte und um 18:00 Uhr unser Auto an der Bieler Höhe, von wo aus wir die Heimfahrt antraten.
Eine tolle Hochtour, die Lust auf weitere Gipfel in der Eiswelt der Silvretta machte.

Gerd Meier-Gesell
Kletterreferent