Bericht
Erstes Kinder Kletter- und Wanderwochenende vom 23. bis 25. Mai 2003



Nach reibungsloser Anreise am Freitagnachmittag mit Kleinbus und Pkw zur Hütte in Schröcken, dem Basislager für die Wochenendaktivitäten, ging der erste Abend für die zukünftigen Kletternovizen (11 Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren) erst recht spät mit einer ausgiebigen Kissenschlacht im Matratzenlager zu Ende.

Für Kinder und die 3 Betreuer, ebenfalls Kletterneulinge, war die erste Hüttennacht recht kurz, da die ersten Frühaufsteher bereits mit Sonnenaufgang wieder aktiv waren, wahrscheinlich aus Vorfreude auf bevorstehende Aktivitäten.

Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns nach dem Frühstück zeitig auf den Weg nach Au, um dort am "Klettergarten" unseren Berg- und Kletterguide Josef Staggl aus Schröcken zu treffen. Nach einer notwendigen kurzen, für die ungeduldigen Kletterschüler aber trotzdem zu langen Einweisung in Klettertheorie, Knotenkunde (Sackstich, Achter, Mastwurf usw.) und Anwendung von Klettergurt und Sicherungstechnik ging´s endlich auch praktisch los. Auf leichte Übungen mit Seil und Haken, um sich mit dem Gelände vertraut zu machen, folgte schließlich die Besteigung der 35 m hohen Kletterwand im 3. und 4. Schwierigkeitsgrad. Mit Unterstützung vom Bergführer konnten alle die Wand meistern. Nach unzähligen Besteigungen aller möglichen Routen im Klettergarten wurde schließlich der Kletterkurs mit einem gemeinsamen Essen beendet. Gegrillte Würstchen und Steaks brachten verlorene Kräfte wieder zurück. Alle Kinder (und auch Erwachsene) waren von der Kletterei derart begeistert und forderten bereits jetzt eine Wiederholung!

Nachdem wir bei schönstem Bergwetter zurück auf der Hütte angekommen waren, strotzen die Kinder schon wieder vor überschüssiger Kraft. Wir beschlossen daraufhin noch einen gemütlichen Spätnachmittagsspaziergang zum Körbersee zu unternehmen, der aber wegen einiger Youngsters in ein "Bergrennen" ausartete. Für die schnellsten Bergläufer wurde die Tour daraufhin vom Jugendleiter "Gundl" zwangsverlängert, während sich Monia und Jürgen mit dem Rest der Mannschaft auf den Rückweg zur Hütte machten.

Von seiner Zusatztour geschafft, musste Gundl allerdings in Nessleg vorm verschlossenen Auto feststellen, dass sein Autoschlüssel ebenfalls bereits auf der Hütte war, das bedeutete für ihn nochmalige Verlängerung der Tour!

Nach diesem kräftezehrenden Tag wurde die zweite Hüttennacht deutlich ruhiger als die erste. Die Kinder schlüpften (freiwillig!) zeitig in ihre Schlafsäcke und die Nacht war mucksmäuschenstill.

Auch am nächsten Morgen gingen wir den Tag etwas ruhiger an. Nach einem gemütlichen Frühstück beschlossen wir zum Ausklang des Bergwochenendes bei weißblauem Himmel noch eine Gipfelbesteigung der "Höferspitze" durchzuführen.

Vorbei am bereits wieder aufgeräumten Lawinenfeld wanderten wir über Schlössle und Höferalpe bei zahlreichen Pausen bergauf. Kurz unterhalb des Gipfels mussten wir leider wegen aufziehenden Nebels, zum Unmut der meisten Kinder, auf die Gipfelbesteigung verzichten und aus Sicherheitsgründen wegen schlechter Sicht umkehren. Wieder an der Hütte angekommen war dann sowohl die Sonne wie auch bei den Kindern trotz des entgangenen Gipfels die gute Laune wieder zurück.

Zurück bleibt als Fazit bei allen die Erinnerung an ein gelungenes erstes Kinder-Kletterwochenende und die Hoffnung, auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!


Andreas Gundacker, Jugendreferent