Bericht
Jugendskilager Fasching 2006 vom 24. bis 28.2.2006



... alle Jahre wieder ...

Bereits lange vorher war das diesjährige Faschings-Kinderskilager voll ausgebucht, zeitweise sogar überbucht. Wegen des großen Andrangs mussten diesmal sogar einige Kinder vorübergehend auf einer Warteliste "Platz nehmen". (Der große Andrang ist sicher auch ein Indiz für die attraktive Jugendarbeit, die im Verein geleistet wird.)
Mit großer Vorfreude starteten schließlich 22 Kinder, Jugendliche und ihre Betreuer am Freitagnachmittag zum lang ersehnten Faschings-Skilager zur Hütte nach Schröcken. Die Anfahrt verlief, bis auf den für Erwachsenenohren teilweise gewöhnungsbedürftigen mitgebrachten Sound vollkommen entspannt und reibungslos. Für die Hüttenauffahrt waren diesmal wider Erwarten nicht einmal Schneeketten nötig. Während die Kids ihre Schlafsäcke ausrollten wurden in Windeseile die schon traditionellen Pizzasemmeln gebacken.

Am Samstagmorgen zeigten Skifahrer und Snowboarder bei "Bombennebel und Null Sicht" an der Abfahrt zur Kuchlbahn ihr Können und wurden durch unsere Übungsleiter in entsprechende Gruppen eingeteilt. Von der Kleinstgruppe mit "Privatskilehrer Jochen" bis zur 7-köpfigen Snowboardergruppe, die Johannes Gesell anführte, war alles dabei. Kreuz und quer wurde anschließend durch´s Skigebiet gecarvt und als krönender Tagesabschluss noch die Abfahrt nach Schröcken unternommen.

Am zweiten Tag begrüßte uns bereits am frühen Morgen herrlicher Pulverschnee, der allerdings auch den ganzen Tag ohne Pause von oben Nachschub erhielt. Bei diesen Pistenverhältnissen konnten alle ihr Tiefschneekönnen (im Fachjargon "Dickschnee") ordentlich verbessern. Eine Gaudi war´s natürlich auch für alle, wenn sich wieder mal einer der Skiguides ein Loch gegraben hatte!
Den Tagesabschluss bildete diesmal eine Überraschung - Gundl hatte eine Schneeschuhwanderung mit Josef Staggl, einem Bergführer und Leiter der Skischule in Schröcken, organisiert. Um 16.45 Uhr war Treffpunkt am Kiosk unterhalb der Hütte. Jeder bekam ein Paar Schneeschuhe und wurde von Josef unterwiesen, wie die Dinger anzuziehen sind. Anschließend ging´s über die alte Passstraße und heutige "Schröckenabfahrt" zu Fuß steil bergauf Richtung Körbersee und auf dem Hosenboden unter Gejohle über rutschige Abfahrten wieder steil hinunter. Die zugefrorene Schlucht des Schröckbachs wurde überquert und Josef erklärte uns anhand einer Gämse, die wir beobachteten, wie man sich gegenüber Wildtieren im Winter verhalten sollte und lobte ausdrücklich das vorbildliche Verhalten und die Ausdauer der Kinder. Über die Fell-Alpe (liegt genau am Berghang gegenüber unserer Hütte) kamen wir schließlich wieder zurück nach Schröcken.
Die meisten waren von dieser nicht alltäglichen Wanderung begeistert, einige wenige frotzelten allerdings auch kräftig ...
Nach dieser Anstrengung musste keiner zum Duschen überredet werden und das Abendessen - Schnitzel mit Kartoffelsalat - wurde mit Heißhunger vertilgt.
Am Montagmorgen - endlich herrlicher Sonnenschein. Alle konnten es kaum erwarten im Tiefschnee zu wedeln oder den Funpark unsicher zu machen und "cliff-drops" zu springen. Alle hatten ihren Spaß und waren restlos begeistert, auch wenn sich mal eine "Gletscherspalte" als Hindernis in den Weg stellte. Bis auf einen zerbrochenen Ski endete auch dieser Tag unfallfrei. Nach den vollständig handgemachten Kässpätzle von Jochen verging auch der letzte Abend mit Spielen wie Backgammon und Karteln wie im Flug.

Am Abreisetag, nachdem im Matratzenlager und in den Zimmern alle mehr oder weniger wieder ihre eigenen Sachen gefunden und eingepackt hatten, wurde gemeinsam noch die Hütte geputzt, die Autos bepackt und sich auf den Heimweg gemacht.

Das Skilager war leider wieder mal viel zu kurz und wir freuen uns schon wieder auf´s nächste Jahr, wenn´s wieder heißt: "ab in die Busse, auf geht´s nach Schröcken ..."

Jürgen Schmidt