Bericht
Klettersteigkurs für Einsteiger (Erwachsene) am 22. und 23.04.2006



Erstmals bot die Sektion einen Klettersteigkurs für Erwachsene an und wurde prompt vom riesigen Interesse überrannt. Wenige Tage nach Auslieferung des Berichtsheftes war der Kurs restlos ausgebucht und der als Ausweichtermin gedachte 23.04.2006 mußte als zweiter Termin dazugenommen werden.
13 Teilnehmer am Samstag und 12 (8) Teilnehmer am Sonntag machten sich auf in die Hersbrucker Schweiz um im Hirschbachtal einen schönen und teilweise sehr schweren Klettersteig zu begehen. Am Parkplatz wurden die Ausrüstungen angelegt und eine kurze Einweisung in die Sicherungstechnik gegeben (alle weiteren Erläuterungen erfolgten im Verlaufe der Tour anhand praktischer Beispiele), ehe es zum Aufwärmen auf einer kurzen Wanderung durch den Wald zu den ersten Felsen des Norissteiges ging. Über Amtsknechtshöhle, ungesicherte Felspassagen und Noristörl ging es zum Brettl, der ersten größeren Wandquerung. In luftiger Höhe ging es über Stahlstifte nach oben. Auf dem herrlichen Aussichtsplateau des Castelles wurde die Mittagspause (Sonntag wegen des Windes erst am Einstieg zum Höhenglücksteig) bei Sonnenschein verbracht.
Anschließend zweigte der Kurs vom Norissteig ab um sich am Höhenglücksteig zu versuchen. Nachdem der ungesicherte Einstiegskamin von allen beherzt gemeistert worden war ging es an einer langen Seilpassage wieder nach unten.
Im folgenden Teilstück war eine speckige Einstiegswand zu erklimmen, ehe es um die Ecke herum in luftiger Höhe eine weite Aussicht in überhängender Wand zu geniesen gab. Weiter schlängelt sich der Steig über eine Brücke, ehe er im steilen Abstieg endet. Die folgenden beiden Abschnitte sind ausnahmslos ohne Tritte und überhängend als sehr schwer zu bezeichnen. Doch mutig wurde der kraftraubende Teil gemeistert ehe in den folgenden Teilabschnitten Teilnehmer mit langen Beinen deutlich im Vorteil waren. Über einen Sattel aufsteigend wurde noch eine Gipfelrast eingelegt. Der folgende Teil schlängelt sich in großer Höhe an einer Wand entlang, mit zum Teil sehr glatten Tritten. Durch zerklüftetes Felsgelände ging es weiter in eine Höhle die durch einen sehr engen Spalt steil nach unten zu verlassen war. Einige Teilnehmer probten hier das Abseilen und meisterten es mit Bravour. Der dritte und letzte Teil kann sicher als die Königsetappe bezeichnet werden, da er lang, hoch, überhängend und damit kraftraubend ist. Hier wurden die Bezwinger mit dem Eintrag ins Wandbuch belohnt. Wenn die Tourenleitung auch noch die richtigen Ernährungstipps (Bananen!!!) gegeben hätte, wären die meisten wohl durch die Wand geflogen.
Am Samstag erwischte die Teilnehmer auf dem Rückweg zum Noriststeig leider ein Gewitter, so dass der Frankekamin den Sonntagsteilnehmern vorbehalten blieb. Die abschließende Durchsteigung der Mittelbergwand wollten sich dann alle für einen Fortgeschrittenenkurs aufheben.
Den gemütlichen Ausklag fand der Kurs bei bester Stimmung in einem der zahlreichen fränkischen Lokale in Hirschbach.
Die Tourenleitung bedankt sich bei allen Teilnehmern für die gute Stimmung und freut sich bereits auf ein Wiedersehen bei den gewünschten Fortsetzungen.


Gerd Meier-Gesell
Kletterwart