Bericht
Hochvogel, Laufbacher Weg und Hindelanger Klettersteig vom 29.08. - 31.08.2011



Bei besten Wetterbedingungen machten sich 4 berghungrige auf in die Allgäuer Alpen. Vom Wanderparkplatz in Hinterstein (866m) ging es mit dem Bus bis zum Giebelhaus (1065m). Von hier folgte der Aufstieg zum Prinz-Luitpold-Haus (1846m). Nach einer ausgiebigen Mittagspause machten wir uns auf zu unserem Hauptziel, dem Hochvogel (2593m). Über klettersteigartige Passagen ging es auf die Kreuzspitze (2367m). Leider zogen sich die Gipfel schnell in Wolken, so dass wir uns für einen Abstieg über die Kaltwinkel- (2285m) und Balkenscharte (2172m) entschieden und für heute auf den Gipfel verzichteten.
Nach einem schönen Hüttenabend auf dem fast leeren Prinz-Luitpold-Haus zeigte sich am nächsten Morgen bei aufklarender Sicht, dass es eine gute Entscheidung war den Hochvogel erst jetzt anzugehen. Punkt 9:00 Uhr waren wir die ersten Besteiger an diesem Tag und konnten den weiten Blick bei guter Sicht genießen.
Nach dem Abstieg zum Prinz-Luitpold-Haus ging es über den Laufbacher Weg weiter durchs Bärgründletal, vorbei an Sulzschrofen und Schneid aufs Laufbacher Eck (2128m). Stets den Höfats im Blick folgt der Höhenweg den Hängen von Schochen, kleinem und großem Seekopf, mit Blick auf dem Seealpsee zum Edmund-Probst-Haus am Fuß des Nebelhorns, wo wir die zweite Nacht verbrachten.
Am nächsten Morgen ging es über den Koblat, entlang der Wengenköpfe und dem Eneratsgrundsee auf den großen und kleinen Daumen. Dort stiegen wir in den Hindelanger Klettersteig ein, der eigentlich schon am Nebelhorn beginnt. Über Daumenscharte, Haseneckscharte und Heubatspitze ging es auf die hohen Gänge und von dort weiter zum Breitenberg - eine phantastische Panoramaroute die viele Weitblicke ermöglicht. Vom Breitenberg folgte ein langer Abstieg nach Hinterstein und eine kurzweilige Heimfahrt.
Drei tolle Bergtage, die viele Ziele fürs nächste Jahr offenbarten.

Gerd Meier-Gesell
Kletterwart