Bericht
Jugendleiterfortbildung - mobile Seilaufbauten, niedere Elemente vom 30.10.2015 bis 1.11.2015



Bereits bei meiner Anreise mit der Bahn lichtete sich ab Kempten der Nebel und das Allgäu präsentierte sich in herbstlichen Farben bei strahlendem Sonnenschein. Dies blieb bis Sonntag Abend so.
Am ersten Tag gab es eine ordentliche Portion Theorie zu den Bruchlasten und Zugkräften die bei den verschiedenen Aufbauten entstehen.
Am folgenden Tag ging es gleich nach dem Frühstück nach draußen in den Wald und wir begannen in kleinen Gruppen, aus der Fülle des vorhandenen Materials, viele verschiedene Stationen aufzubauen und natürlich auch ergiebig auszuprobieren. Schnell zeigte sich, dass mit einfachen Mitteln sehr schnell spannende und vielseitige Seilgärten aufgebaut werden können. Im Verlauf des Tages experimentierten wir mit Industriegurten, Ratschen, Flaschenzügen, Slacklines, Statikseilen, Lastschlingen, Bandschlingen, Seilrollen, Karabinern, Reppschüren und allerlei Seilresten. Am Nachmittag war es dann unsere Aufgabe einen möglichst langen Seilparcor aufzubauen und dabei möglichst viele verschiedene Elemente einzubauen. Als weitere Aufgabe kam hinzu, dass die einzelnen Elemente dann auch noch für Einzelpersonen, Paare und Vierergruppen gedacht sein sollten. Nach mehreren Stunden mit viel Gelächter hatten wir einen gut 100 Meter langen Seilgarten aufgebaut in dem wir uns dann bis zum Einbruch der Dunkelheit mit sehr viel Spaß austoben konnten. Ein super Tag dem ein lustiger Abend (ohne weitere Theorie) folgte.
Am nächsten Tag ging es an die Ostrach und wir sollten eine möglichst lange Seilfähre und als weitere Station eine Slackline über den Fluss aufbauen. Da wir uns an diesen Tag bis zu drei Meter Höhe über dem Fluss bewegten, war es natürlich diesmal auch erforderlich die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen und Redundanzen einzubauen. Nach viel Gebastelei und einer Unmenge an verschiedenen Knoten konnten wir auf einer 30 Meter Slackline und einer ebenso langen Seilfähre die Ostrach mehrfach überqueren.
Viel zu schnell war die Zeit dieser sehr interessanten und unbedingt empfehlenswerten Fortbildung vorüber.

Gerd Meier-Gesell
Kletterreferent