Bericht
Im Angesicht des Ortlers - Tour auf die kleine Angelusspitze vom 27.08. - 29.08.2012



Morgens um halb 5 machten wir uns auf den Weg zur Ortlergruppe in Südtirol.
Nach etwa 5 Stunden Fahrt erreichten wir den Parkplatz in Sulden, wo wir ein letztes Mal unsere Ausrüstung checkten, bevor wir zur Düsseldorfer Hütte auf 2721 Meter losmarschierten. Der sehr abwechslungsreiche Weg begann mit einem ziemlich steilen Aufstieg, flachte jedoch bald ab und so frühstückten wir auf einer kleinen Bank mit faszinierender Sicht auf den Ortler.
Gestärkt durch das Essen und begleitet durch das ständige Rauschen eines nahegelegenen Baches setzten wir unsere Tour fort. Kurz darauf war auch schon die Hütte zu sehen, wo wir beschlossen den Tag gemütlich ausklingen zu lassen um unsere Kraft für den nächsten Tag aufzusparen.
Keine Stunde nach Ankunft auf der Hütte verriet uns jedoch unser Dialekt und wir stellten fest, dass wir nicht die einzigen Franken (Ansbacher) waren, wodurch der Abend sehr lustig endete, vor Allem als wir feststellen, dass wir im gleichen Lager nächtigten.
Der zweite Tag führte uns auf den kleinen Angelus. Davor galt es den kleinen Angelusferner zu überwinden. So schnallten wir uns nach einem gemütlichen Zustieg zum Ferner unsere Steigeisen an und stürmten voller Motivation das Eis. Kleinere Spalten wurden übersprungen und umgangen und so erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein die kleine Angelus Spitze. Auf dem Rückweg wurde die Temperatur eines Sees, der durch das Schmelzwasser gespeist wurde, geprüft.
Für den folgenden Tag war der Wetterbericht schlechter, deshalb sind wir sehr früh aufgebrochen um die große Angelus Spitze zu besteigen bevor das Schlechte Wetter uns erreicht. Als wir nach einem zügigen Zustieg vor dem Felsgrat standen und unser Blick zurück fiel, beschlossen wir beim Anblick des Nebels, der sich vom Tal heraufwalzte und der dunklen Wolken, welche sich jenseits des Ortlers auftürmten, die Tour abzubrechen und die Besteigung zu verschieben.
Der Abstieg erfolgte ziemlich zügig und so erreichten wir gesund und trockenen Fußes den Parkplatz.
Alles in Allem eine sehr schöne Gegend, die auf jeden Fall wieder besucht wird um unsere verschobene Gipfelbesteigung zu wiederholen.

Tobias Gmöhling, Michael Horndasch, Jugendleiter