Bericht
Jugendkletterlager in Schröcken



Nach einer langwierigen Anreise mit zahlreichen Staus auf der Autobahn erreichen zwanzig Kinder und sieben Betreuer den Klettergarten in Bersbuch. Dort waren durch das Vorauskomando bereits mehrere Kletterrouten eingerichtet, so das es direkt aus dem Auto in die Felsen ging. Viele Stunden wurde geklettert und gebouldert was das Zeug hielt. Auch die Bregenzer Ache wurde bei den sommerlichen Temperaturen ausgiebig erkundet.
Anschließend wurden die letzten 35 Kilometer zur Hütte in Angriff genommen.
Nachdem die Zimmer verteilt, Dienste eingeteilt und sich alle eingerichtet hatten, war es Zeit fürs Abendessen.
Danach war zur Überraschung aller das Tagesprogramm aber noch nicht abgewickelt. Mit der Seilbahn ging es bei Einbruch der Dunkelheit auf den 2.000 Meter hohen Diedamskopf, wo noch eine kleine Nachtwanderung und das betrachten des sternenklaren Himmels auf dem Program standen.
Danach war es für einen ersten Hüttenabend relativ einfach die Hüttenruhe herzustellen.
Am folgenden Tag stand eine ausgiebige Bergtour (7 Stunden) auf dem Program, die die meisten (aufgrund ihres nicht optimalen Schuhwerks) ziemlich forderte.
Mit dem Wälderbus ging es von der Hütte auf den Hochtannbergpaß. Von dort aus steile 300 Höhenmeter hinauf zur Widdersteinhütte. Nach einer ausgiebigen Rast ging es über den Gemstelpaß hinab ins kleine Walsertal zur Obergemstelalpe und von dort wieder hinauf auf den Gaishornsattel zum südlichsten Punkt Deutschlands. Die meisten nutzten die Möglichkeit mal gleichzeitig in Deutschland (Allgäu) und Österreich (Vorarlberg und Tirol) zu stehen. Über Kobaltalpe und Gerner Berg, Tschirrgen ging es zurück nach Hochkrumbach und von dort mit den Bus zur Hütte.
Ein sehr ruhiger Spieleabend (ohne Gameboys) rundete den Tag ab.
Leider verließ uns am Samstag das Wetterglück und es stellte sich ein Regentag ein. Deshalb mußte der geplante Tag im Abenteuerpark Schröcken und die Höhlentour ausfallen. Den Kindern war dies nach den beiden anstrengenden letzten Tagen sehr recht.
Nach dem Mittagessen gab es stundenlang viele sehr lustige Gruppenspiele und auch einiges wissenswertes in Theorie und Praxis zum Klettern.
Am Sonntag waren schnell die Koffer gepackt und die Hütte in sauberen Zustand gebracht. Anschließend ging es erneut nach Bersbuch zum Klettern und wenn es nicht erneut zu regnen begonnen hätte würden einige wohl heute noch klettern.
Die weitere Heimfahrt ging ohne Staus und Zwischenfälle flott vonstatten, so dass wir uns zum Abschluß noch ein Eis gönnen konnten.
Punktlich um 18.00 Uhr konnten die Eltern ihre Kinder in Empfang nehmen.

Gerd Meier-Gesell
Kletterwart